Die rötlichen, in Form einer Bohne gestalteten Nieren des Menschen - jeder Mensch hat zwei davon - liegen hinter dem Bauchfell zu beiden Seiten der Wirbelsäule und zählen zu den Organen des Harnsystems, denn sie filtern innerhalb eines Tages rund 170 Liter Primärharn, ausgeschieden als Restharn werden jedoch lediglich um die zwei Liter täglich. Sie erfüllen im Körper wichtige Aufgaben, darunter fallen vor allem die Reinigung und Entgiftung des Blutes von nicht mehr benötigten Stoffwechselprodukten, wobei der Niere eine Filterfunktion zukommt, denn sie kann genau erkennen, wann es sich bei einem Molekül um ein Eiweiß, ein Vitamin oder eine Blutzelle handelt und wann um einen Giftstoff, dieser wird dann mit dem mehr » Urin aus dem Körper ausgeschieden. Sie steuert den Wasserhaushalt des Körpers und damit die Konzentration der Elektrolyte.
Zudem fungieren die Nieren als das körpereigene Blutdruckmessgerät, sind sie doch in der Lage, über die Steuerung  des Wasser- und Natriumgehalts im Blut eine bestimmte Blutmenge einzustellen und durch das Enzym Renin auch langfristig zu regulieren, denn beide Faktoren beeinflussen die Höhe des Blutdrucks wesentlich. Weitere lebensnotwendige Funktionen der Nieren sind das Einhalten des Säure-Base-Gleichgewichts im Körper, um den individuell richtigen ph-Wert zu erhalten sowie die Steuerung des Sauerstoffgehalts im Blut, dies wird erreicht durch die Bildung des Hormons Erythropoetin.
Erkrankt die Niere, so wird der gesamte betroffene Organismus in Mitleidenschaft gezogen. Nierenerkrankungen selbst gibt es viele, in der Medizin beschäftigen sich hauptsächlich Nephrologen mit dem Thema. Als bedeutenste Ursachen gelten die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und der Bluthochdruck, darüber hinaus es gibt andere organische Vorerkrankungen, die die Nieren schädigen können. Nicht selten sind allerdings die Menschen selbst für die Schädigung ihrer Nieren verantwortlich, beispielsweise durch eine mangelnde Flüssigkeitsaufnahme oder einen ungesunden Lebenswandel.
Wohl am bekanntesten unter den Nierenerkrankungen ist die Nierenbeckenentzündung (fachsprachlich Pyelonephritis). Zu ihr kommt es vor allem in den Fällen, in denen eine Harnwegsinfektion gewandert ist und die Bakterien in die Nieren aufsteigen konnten. Ein Verlauf ist zumeist akut, kann jedoch auch chronisch werden. Betroffene haben ein schweres Krankheitsgefühl mit teils sehr hohem Fieber, starken Schmerzen in den Flanken und Übelkeit. Eine Nierenbeckenentzündung ist in jedem Falle zu behandeln, damit sie nicht chronisch wird, sich Abszesse in der Niere bilden können oder die Nierenfunktion eingeschränkt wird. Im schlimmsten Falle kann es sogar zu einem Nierenversagen kommen, die dann eine lebenslange Dialyse notwendig macht.
Bei Schmerzen in der Nierengegend sowie auch bei Anzeichen, die auf eine Nierenbeckenentzündung hindeuten könnten, sollten Sie zum Arzt gehen, um die Ursache definitiv abzuklären und die richtige Behandlung zu erhalten. Was Sie im Rahmen der Selbstmedikation - vor allem zur Stärkung Ihrer Nieren - tun können, zeigt Ihnen die folgende Übersicht: weniger »