Als Menstruation wird die zyklische, ca. alle 28 Tage einsetzende und etwa vier Tage andauernde Abstoßung des Blut/Schleimhaut-Gemisches aus der Gebärmutter bezeichnet. Sie trifft geschlechtsreife Frauen, wobei die erste Regelblutung - die Menarche - bei Mädchen in einem Alter zwischen 10 und 14 Jahren auftritt, die Menopause - das letzte Auftreten der Regelblutung - erreichen Frauen in einem Alter zwischen 45 und 55 Jahren.
Der Menstruation zugrunde liegt der Menstruationszyklus, durch den bestimmt wird, wann die Blutung erfolgt. Dabei definiert der erste Tag der monatlichen Blutung den Beginn des Zyklus, der in verschiedene Phasen unterteilt wird. In der ersten Phase - der Proliferationsphase - mehr » initiiert das follikelstimulierende Hormon, das von der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet wird, dass in den weiblichen Eierstöcken mehrere Eibläschen (medizinisch Follikel) heranreifen. Nach einer internen Auswahl wächst zumeist eines davon weiter heran und produziert in dem Zusammenhang das Geschlechtshormon Östrogen, unter dessen Einfluss die Gebärmutterschleimhaut zu wachsen beginnt. Ist eine bestimmte Östrogenkonzentration im Blut erreicht, schüttet die Hirnanhangsdrüse das luteinisierende Hormon aus, das den Eissprung (medizinisch Ovulation) zur Folge hat - der Follikel platzt und die reife Eizelle wird in die Eileiter ausgestoßen. Von dort wandert sie dann in die Gebärmutter und ist dort ca. 24 Stunden befruchtungsfähig. Zur gleichen Zeit wird durch den Gelbkörper im Eierstock das Hormon Progesteron ausgeschüttet, es signalisiert der Gebärmutter, dass sich dort eine reife Eizelle befindet. Die Gebärmutter reagiert und lagert vermehrt Nährstoffe in der Schleimhaut ein. Parallel dazu geht die Östrogenkonzentration im Blut zurück. Wenn es nun nicht zu einer Befruchtung kommt, verkümmert der Gelbkörper und schüttet kein Progesteron mehr aus. Dies bewirkt, dass die Gebärmutterschleimhaut abstirbt, sich mit Blut vermischt und abgestoßen wird. Es kommt zur Menstruation und der Vorgang beginnt erneut.
Dieser komplexe und sehr sensible Vorgang kann jedoch auch von Beschwerden begleitet sein, das prämenstruelle Syndrom und die Regelschmerzen sind die wohl am häufigsten auftretenden Probleme. Zudem beeinflussen viele äußere Faktoren die Menstruation - Stress und ein ungesunder Lebenswandel kann negative Auswirkungen auf die Hormonbildung haben. Ein weiterer Faktor ist das Übergewicht, da es zu Unregelmäßigkeiten im Zyklusverlauf führen kann - bis hin zum Ausbleiben der Blutung. Frauen, die regelmäßig unter starken Beschwerden und/oder einem Ausbleiben der Regel leiden, sollten zudem einen Arzt aufsuchen, um eventuelle Ursachen abklären zu können. Es sollte darüber hinaus versucht werden, Risikofaktoren zu reduzieren und so eine Besserung zu erreichen. Auch im Rahmen der Selbstmedikation stehen Ihnen einige Präparate zur Verfügung, die Sie bei der Linderung Ihrer Beschwerden unterstützen können - eine ausführliche Auflistung haben wir für Sie zusammengestellt: weniger »